Heinrich Wübbenhorst

Zu Maitag 1946 zogen meine Eltern von Ahlhorn auf ihren im Krieg erworbenen Hof in Strückhausen. Wenige Wochen später wurde ich geboren. Und obwohl es von Ahlhorn zu unserem Hof nur 60 Straßenkilometer sind, gab es doch erhebliche Unterschiede nicht nur wegen der Dialekte und der Wirtschaftsweise, sondern wegen der Mentalität. Es erzeugte Verwunderung und auch Unwillen, wenn mein Großvater, wie es in Ahlhorn üblich ist, fast jedermann duzte. Die Frauen in Mutters Kaffeekränzchen haben sich viele Jahre gesiezt. Bis zum Tod meines Vaters 1967, aber auch darüber hinaus wurden die Kontakte in die alte Heimat gepflegt.

Wir waren aber auch in Strückhausen voll dabei. Ich selber war Strückhauser. Mit der Zeit wurde mir jedoch bewußt, daß mir das Hintergrundwissen über den Ort und die Familien vielfach fehlte. Ich bin dann in den achtziger Jahren ins Staatsarchiv nach Oldenburg gefahren und geriet dort an Herrn Raykowski, der mich geschickt anleitete und fast süchtig machte. Zahlreiche Register und Erdbücher und andere Akten habe ich dort studiert und zum Teil davon Abschriften und Namensverzeichnisse gemacht.

Im Pfarrarchiv in Strückhausen unter Pastor Grotjahn, der selber an Geschichte sehr interessiert war, hatte ich vollen Zugang zum Archiv und den Kirchenbüchern. Zu einigen Themen habe ich dann Aufsätze verfaßt und zum Teil auch vorgetragen. ich übertrug Kirchenbücher aus Kopien von Microfischen und glich sie mit dem Original ab. Zum Glück hat Uwe Hauerken dann die Kirchenbücher digitalisiert und die CDs mir zur Verfügung gestellt. Eine weiter Hilfe war Gisela Hecht, die auch einige Kirchenbücher übertrug. Von den zahlreichen Kontakten, die sich einstellten, möchte ich Henning Meerpohl (+) nennen. Er überließ mir seine Ausarbeitungen über Ovelgönne.

Alle diese Arbeiten habe ich mehrfach geprüft, aber es wird doch Fehler geben. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihren Forschungen.

Strückhausen, im Juli 2020
Heinrich Wübbenhorst